Solidarität mit der Dauer-Mahnwache am Platz der alten Synagoge!

Seit einer Woche existiert die Anti-Atom-Dauermahnwache am Platz der alten Synagoge, die sich aus einem offenen Treffen nach dem Montagsspaziergang letzter Woche entwickelt hat. Ein großes Zirkuszelt wurde errichtet und ein Infotisch aufgebaut. Die Mahnwache ist seitdem rund um die Uhr besetzt und erhält viel Zuspruch. Die Anti-Atom Initiative Dreyeckland solidarisiert sich mit der Mahnwache. Denn im Vergleich zum Mainstream des aktuellen Anti-Atom-Protestes, der zwar leicht konsumierbar ist, aber wenig Potenzial zum Aufbau weitergehender Dynamiken besitzt ist genau das auf der Mahnwache möglich: Menschen können zusammenkommen, sich über ihre Erfahrungen austauschen und in einen gemeinsamen Planungsprozess für weitergehende Aktivitäten treten. Beteiligt euch daran zahlreich!

Weiterhin begrüßen wir die klare Positionierung von Aktivist_innen auf der Mahnwache gegen den Wahl-Hype der letzten Wochen. So heißt es auf einem Transparent auf der Mahnwache: „Wahlen ändern nichts, Widerstand schon!“. Am gestrigen Wahlsonntag gab es eine Wahlurne an der Mahnwache mit der Aufschrift: „Bitte entsorgen Sie ihren Wahlschein hier! Behalten Sie Ihre Stimme! Setzten Sie sie anderweitig ein!“. Außerdem hatte mensch dort die Wahl zwischen zwei verschiedenen Biersorten. Auf einem Plakat stand: Saufen statt wählen, beides verändert gleich viel“.
Die AAID schließt sich der Kritik an der Instrumentalisierung des Super-GAUs in Japan für den Wahlkampf an. Wie ein Problem, dass aus einem Mangel an Selbstbestimmung (über die eigene Entscheidung welchen Gefahren mensch sich aussetzten möchte) durch die Unterstützung der Legitimationsfestspiele der Fremdbestimmung – der Wahlen – gelöst werden soll bleibt uns ein Rätsel.

Wir weisen darauf hin, dass am heutigen Montag um 18:00 Uhr am Bertholdsbrunnen der dritte Anti-Atom-Spaziergang seit dem Super-GAU in Japan stattfindet. Bereits um 17:00 Uhr trifft sich der Antikapitalistische Block an der Mahnwache am Platz der alten Synagoge. Nach der Demonstration wird es wieder ein offenes Treffen an der Mahnwache geben.
Kommt zahlreich! Kommt auch in den nächsten Tagen zur Mahnwache! Informiert euch dort, oder bringt euch in die Diskussionen und Planungen ein!

Anti-Atominitiative Dreyeckland, Freiburg den 27. März 2011

Anti-Atom-Demonstration am 14.03.2011 in Freiburg

Atomausstieg jetzt! In Fessenheim und überall! Vor allem vor dem Hintergrund der Ereignisse in Fukushima (Japan), die eine Zuspitzung der Proteste erfordern.

An­ti-​Atom-​De­mons­tra­ti­on | 14.​03.​2011 | 18 Uhr | Ber­tolds­brun­nen

Yellow Cake – Anti-Atom-Cafe

Yellow Cake ist der Ausgangsstoff für die Herrstellung von Brennelementen“ – Wikipedia

Die Anti-Atom-Initiative Dreyeckland lädt ab März monatlich zum ersten Sonntag in die Wiederaufbereitungsanlage Gartenstraße zum Anti-Atom-Café „Yellow Cake“.

Neben Yellow Cake werden auch andere vegane Köstlichkeiten verabreicht. Kaffee und Brennelemente werden auf Spendenbasis angeboten. Für diejenigen die dann noch nicht ausreichend strahlen, haben wir zu jeweils unterschiedlichen Themen rund um die Atomkraft und den Widerstand dagegen Vorträge organisiert. Wobei uns die Behandlung der Atomkraft als alleine stehendes Thema nicht ausreicht. Auch eine Verknüpfung zu anderen Thematiken und eine Analyse der dahinterstehenden Herrschaftsverhältnisse soll seinen Raum finden.

Für alle die dann immer noch nicht auf ihre Monatsdosis gekommen sind, wird im Gartenstraßenkino dann noch ein thematisch passender Film ausgestrahlt.

Für freie radikale Atomteilchen, die sich gerne zu Sicherheitsrisikos zusammenschließen würden, ist es danach möglich den Abend in der Kneipe ausklingen zu lassen und sich zu vernetzen. Auch altgesottene Wyhl-Veteran_innen können wiederaufbereitet werden. Aber Vorsicht! Eine radio-aktive explosive Mischung kann dabei jederzeit entstehen.

Jeden ersten Sonntag im Monat: Anti-Atom-Café „Yellow Cake“

16 Uhr: Kaffee, Kuchen Vorträge

18 Uhr: thematisch passender Film

Danach: radio-aktive Vernetzungskneipe

Gartenstraße 19, Freiburg Innenstadt

Und beim ersten Café am 6.Mäz…

wird der inhaltliche Schwerpunkt auf dem Widerstand gegen den vergangenen Transport von Karlsruhe nach Lubmin im Februar 2011 liegen. Dabeigewesene werden von ihren Eindrücken berichten. Und es wird um die Perspektiven für die Zukunft gehen. Denn während im kommenden Herbst der letzte Atomtransport ins Wendland rollen wird, geht es in Lubmin gerade erst los. Transporte dorthin werden in Zukunft auf der Tagesordnung stehen.

Außerdem werden Aktivist_innen aus Freiburg von einer Ankettblockade berichten, die während dem Castor ins Wendland 2010 stattgefunden hat.

Immer wieder Castor – Ihr kriegt uns nicht klein!

Aufruf  zu Aktionen gegen den Karlsruhe-Lubmin Castor am 15. und 16. Februar
Wir rufen dazu auf den bevorstehenden Atommülltransport Mitte Februar zu behindern und unsere Kritik an der herrschenden Umweltpolitik in einen klar antikapitalistischen und antistaatlichen Kontext zu stellen. Der Polizeiapparat expandiert Tag für Tag und verfolgt auch international und mit immer neuen Mitteln (vermeintlich) in sozialen Bewegungen aktive Menschen. Besonders bei den aktuellen Protesten zur Atompolitik ist ein Autoritaristischer Trend kaum zu übersehen. Dennoch stehen die Zeichen auf Widerstand, denn wir werden die Ökonomisierung der sozialen und ökonomischen Umwelt nicht einfach so hinnehmen.

In einer Gesellschaft in der nicht die sozialen Bedürfnisse der Einzelnen oder ökologische Bedenken von vielen die Verhältnisse prägen, sondern
politische Standortinteressen, kapitalistische Logik und Konkurenz, verwundert es nicht, dass der Widerstand von Hunderttausenden nur den virulenten Ausbau des Polizeiapperates zur Folge hat. Die Eliten schützen sich. Der jüngst aufgeflogene Polizeispitzel Simon Brommer alias Simon Brenner, der auch die Sitzblockade in Berg beim Wendland-Castor im November infiltrierte zeigt, dass der Protest gegen eine ungewollte
Technologie – hier die Atomkraft – nicht als Bereicherung gesellschaftlicher Auseinandersetzungen gesehen wird, sondern bloß als
Gefahr. Als Gefahr für den Standort und den dort angesiedelten Konzernen wie die Atomkonzerne.

Da das so natürlich nicht gesagt werden kann, muss eine Gefahr für die „Allgemeinheit“ konstruiert werden. Eine dementsprechende Kampagne wurde dann auch vor dem letztjährigen Wendland-Castor gestartet, indem die Staatsanwaltschaft, durch die massenhafte Ermittlung wegen Aufruf zu Straftaten eine allgemeine Stimmung der Angst aufbauen wollte.

Zum Glück waren aber noch allzuviele geistig agil genug, um den strahlenden Atommüll und ein dahinterstehendes unmenschliches System, als die größere Gefahr zu erkennen, als diejenige die um genau diese Gefahr zu verhindern bereit sind Straftaten zu begehen. Wir sehen eine herrschaftsfreie Welt als notwendig, damit eine freie Aushandlung unter Menschen stattfinden kann, in der Abwägung welche Technologien genutzt werden sollen und welche nicht. Neben der Ablehnung von staatlicher Herrschaft, heißt dass für uns auch die herrschaftsförmigkeit des kapitalistischen Wirtschaftssystems zu erkennen.

Nun ist es also schon der dritte Castortransport der in diesem Winter quer durchs Land fährt und strahlt – der vierte Transport der ins russische Majak fahren sollte, konnte durch viel Widerstand verhindert werden. Nach dem massiven Widerstand im November im Wendland, soll der Widerstand
anscheinend erstickt werden indem es zur monatlichen Normalität wird, dass strahlende Fracht durch die Lande fährt.

Dieser Plan wird nicht aufgehen!

Selbst Mitte Dezember während sibirisch-winterlichen Verhältnissen gab es überall entlang der Strecke Gruppen die versuchten den Castor zu stoppen. Nahe Lubmin wurde der Widerstand dann massiver. Einer Gruppe gelang es sogar sich in einem Betonblock in den Gleißen festzuketten. Bei eisigen Minusgraden konnten sie den Transport so für viele Stunden stoppen. Wir rechnen fest damit, dass sich beim kommenden
Lubmin Castor noch eine Schippe draufsetzten lässt.

Betrachten wir näher die gelb-braune Suppe, die da ins Zwischenlager Lubmin gefahren werden soll. Im Kernforschungszentrum in Karlsruhe wurde während des Nationalsozialismus an der deutschen Atombombe geforscht. Glücklicherweiße verloren die Nazis den Krieg vor der Fertigstellung der Bombe. Diese Geschichte veranlasste das Nachkriegsdeutschland aber nicht dazu diesen Standort für immer dicht zu machen. Im Gegenteil: Der braune baden-würtenbergische Filz pumpte Milliarden in das Kernforschungszentrum, um sich eine führende Stellung in der Atomforschung auszubauen – mit denselben Wissenschaftlern die schon vor 1945 forschten.

Und: In Karlsruhe ist alles vorhanden was für die Atombombe gebraucht wird. Und ebenfalls jede Menge hochstrahlender Suppe, die nun nach Lubmin gebracht werden soll. Auf Straßenbahnschienen fährt diese strahlende Fracht in zwei Wochen durch Karlsruhe.

Wir rufen zur Teilnahme an der geplanten „Nachttanzblockade“ auf. „Tag X: Ob Tag oder Nacht. Ob tanzend, feiernd, stehend, sitzend- Wir stoppen mit einer Gleisbesetzung den Castor“ heißt es im Aufruf. Das klingt gut und wir meinen, das ist nicht weit von Dreyeckland. Mobilisiert eure Freunde und versucht es vor dem 15. Februar in Karlsruhe zu sein.

Beachtet aktuelle Infos auf der Seite: www.nachttanzblockade.de

Es lohnt sich auch nach Lubmin zu fahren und dort an den Blockaden teilzunehmen. Vorort wird Infrastruktur für den Widerstand organisiert. Auch auf der restlichen Strecke gibt es viele Möglichkeiten zu blockieren. Organisiert euch in Bezugsgruppen, seid kreativ, seid direkt!

Kapitalismus endlagern!
Lubmin? Nix da!

AAID – Januar 2011

Erfolgreicher Widerstand gegen Lubmin-Castor

Der Plan ist wohl nicht aufgegangen: Mitten im Dezember kurz vor Weihnachten, wurde der Atommüll aus Südfrankreich nach Norddeutschland transportiert. Zu dieser Jahreszeit wurde wohl damit gerechnet, dass es den Atomkraftgegner_innen zu kalt sei, tage- und nächtelang draußen unterwegs zu sein, um rechtzeitig auf den Gleißen zu sein, um den Transport zu stoppen. Und vor allem war wohl die Hoffnung, dass es den Aktivist_innen zu kalt sei um sich an die Gleiße zu ketten, oder auf Bäume zu klettern, um sich vor dem Zug abzuseilen. Weit gefehlt:

Überall in Deutschland waren kleinere oder größere Gruppen unterwegs und versuchten den Zug zu stoppen. Und: Robin Wood Aktivist_innen schafften es sich an einem Betonklotz unter den Gleißen festzuketten. Desweiteren gab es Kletterblockaden von Robin Wood und Greenpeace Aktivist_innen. Zudem wurden an verschiedenen Orten von autonomen Kleingruppen die Gleiße geschottert.

Sicherlich: Der Widerstand ist nicht vergleichbar mit demn Castortransporten ins Wendland. Nicht außer Acht darf mensch aber lassen, dass der Widerstand gegen den Lubmin-Castor keinerlei Tradition hat, sondern aus dem Nichts aus dem Boden gestampft wurde. Somit war der Lubmin Castor ein deutliches Zeichen: Es wird keinen Castortransport mehr geben, egal wohin, der nicht mit massivem Widerstand rechnen muss. Somit ist widereinmal für alle sichtbar: Hier wird eine Technologie gegen den Willen der allermeisten Menschen durchgesetzt. Allerdings wollen wir uns dort auch keinerlei Illusionen machen: Das ist keinesfalls eine Besonderheit der Atomkraft, sondern kapitalistischer Alltag. Produktion und Technologie steht in keinerlei Zusammenhang mit den Bedürfnissen und Vorstellungen der einzelnen Menschen. Wenn ab und zu etwas abfällt, das menschliche Bedürfnisse erfüllen kann ist das nichts weiter als ein Nebenprodukt der Wertvermehrung.

Der Widerstand der sich derzeit wieder gegen die Atomkraft ausbreitet, muss also konsequenterweiße ausgeweitet werden gegen kapitalistische Verhältnisse, und gegen alle Staaten, die diese Verhältnisse stützen.

Bericht zur Demo am 11. in Freiburg

In Freiburg demonstrierten am 11.12.2010 rund 700 Menschen unangemeldet für einen „Atomausstieg ohne wenn und aber!“ Die Demonstration begann auf dem Weihnachtsmarkt und führte über die Schiffstraße und die KaJo durch die Rempartstraße zum Stadttheater und über Bertoldstraße, Moltkestraße und Belforstraße ins Grün. Organisiert wurde die Demo von der Anti-Atom-Initiative Dreyeckland, im Vorfeld gab es einen Aufruf und eine Pressemitteilung zur Demonstration.

Die Bullen waren massiv präsent und ließen die Demo nur in einem engen Spalier laufen. Zudem liefen viele Zivibullen auffällig unauffällig um die Demo herum. Nach Verhandlungen mit Einsatzleiter Hochuli konnte ein Modus vivendi gefunden werden, auch wenn der Trecker mit der Anlage nicht mitfahren durfte. Zwar hielt sich die präventive Repression im Gegensatz zum deutsch-französischen Gipfel am Vortag in Grenzen, doch an die ehemals liberale „Freiburger Linie“ erinnert nur noch das Klischee.

Am 9. Dezember hatte Greenpeace in Freiburg einen Flashmob auf der Kajo und eine Dia-Projektion aufs Martinstor gegen Atomkraft organisiert. Ebenfalls am 11. Dezember demonstrierten in Greifswald 3.600 Menschen gegen den Castor-Transport von Südfrankreich ins Zwischenlager Lubmin. Am 12. Dezember findet in Ahaus eine Demonstration gegen den Castor-Transport ins russische Majak und für den Atomausstieg statt.

Übermorgen ist es soweit!

Übermorgen ist es soweit: Auf die Straße gehen gegen die herrschende Atompolitik!

Zuvor finden morgen, am Freitag zahlreiche Proteste gegen den deutsch-französischen Gipfel in Freiburg statt. Ganz im Zeichen der deutsch-französischen Atompolitik, und der repressiven Methoden diese umzusetzten, ist auch die Anti-Atom-Demo am Samstag zu sehen. Passend dazu läuft in Frankreich gerade ein Prozess gegen Aktivist_innen die im November in Caen den Castortransport mit einer Festkettvorrichtung blockierten.  An der Aktion beteiligten sich französische und deutshe Aktivist_innen, die teilweiße schwer verletzt wurden durch ein unverhätnismäßiges Vorgehen der Polizei während der Räumung. Vor Gericht stehen aber nun nicht ebenjene Polizis_innen, sondern die Atomkraftgegner_innen. Die Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafen und die französische Bahngesellschaft fordert 40 000 Euro Schadensersatz.

Solidarität mit den Betroffenen Aktivist_innen!

Weiterhin Widerstand leisten gegen menschenverachtende Atompolitik!

Zum Beispiel am Samstag den 11.12 um 13 Uhr am Rathausplatz zur Anti-Atom-Demo unter dem Mott: „Atomausstieg ohne wenn und aber!“

Das Plakat zum runterladen

Runterladen und ausdrucken, oder bestellen unter aaid@riseup.net

Heute Fische – Morgen wir

Aufruf zur Anti-Atom-Demonstration „Atomausstieg ohne wenn und aber!“ 11. 12. 2010 um 13 Uhr auf dem Freiburger Rathausplatz

Derzeit ist ein Widererstarken der Bewegung gegen die Atompolitik zu verzeichnen, was in Nordeuropa nicht zuletzt auf die Laufzeitverlängerungen in Deutschland und die mögliche Eröffnung eines Endlagers in der Schweiz zurückzuführen ist. Seit Jahrzehnten stellen sich große Teile der Bevölkerung gegen die verheerende Nutzung dieser Risikotechnologie. Am Tag nach dem Deutsch-Französischen Gipfeltreffen und eine gute Woche vor dem Castorentransport vom Französischen Cadarache nach Lubmin werden wir ein starkes Zeichen gegen die gegenwärtige Atompolitik setzen.

Neben den alltäglichen Gefahren durch den Betrieb störanfälliger Atommeiler gibt es keine sichere Lösung für die Endlagerung des anfallenden Atommülls. Die enormen CO²-Emissionen bei der Produktion der benötigten Rohstoffe für die Brennelemente und die Ausbeutung derer, die diese zu Tage befördern müssen, zeigt, dass Atomenergie weder eine mögliche „Brückentechnologie“ gegen den Klimawandel darstellt, noch in einem sozial vertretbaren Kontext existieren kann.

Der gegenwärtige Kontext der kapitalistischen Ausbeutung und Unterdrückung von Mensch und Natur spiegelt sich nicht nur in der Atompolitik wieder. Er betrifft sämtliche Lebensbereiche und ist das grundlegende Hindernis vor dem wir stehen, wenn wir eine soziale und umweltpolitisch tragbare Zukunft aufbauen wollen.

Die Arroganz mit der die aktuelle Regierung ihre Atom-Politik durchsetzt, zeigt auf, wie kippbar ein rechtlich verankerter, vermeintlicher „Atom-Konsens“ ist. Dass eine Regierung die Interessen der Atom-Konzerne über den Willen der Betroffenen stellt, zeigt, dass Stellvertretungspolitik keinen Ausweg aus unserer eigentlichen Unmündigkeit darstellt. Dieses Problem lässt sich keineswegs auf einen Nationalstaat beschränken. Weltweit werden Millionen von Menschen gegen ihren Willen im Interesse der Atom-Lobby direkt oder indirekt unterdrückt.

Die hohe Zahl der eingesetzten Polizeikräfte bei den Castor-Transporten in Frankreich und in Deutschland Anfang November zeigen, welchen Aufwand die Atomindustrie und der Staat betreiben, um den Willen der Betroffenen zu beugen. Der breite Widerstand gegen den Castor-Transport konnte aufzeigen, dass zehntausende der Atompolitik trotz Versammlungsverboten entgegentreten. Sogar in der Region – weit von der Protesthochburg Wendland entfernt – blockierten über 1.000 Menschen den Transport über Stunden, was ihn zum umkehren zwang. Atomausstieg ist und bleibt Handarbeit, was meint, dass wir uns selbstermächtigen müssen. Im Wendland heißt das, trotz Demonstrationsverbot zu demonstrieren und unsere Aktionen selbstbestimmt durchzuführen, ohne dabei um eine Genehmigung zu bitten. Das trifft auch für unsere Demonstration Freiburg zu.

Wir rufen zur Beteiligung an einer großen Anti-Atom-Demo am 11.12.2010 um 13 Uhr vor dem Freiburger Rathaus auf.

Für ein Ende dieser Atompolitik!

Für die sofortige Stillegung aller Atomanlagen weltweit!
Für eine solidarische und dezentrale Energiewende!

Anti-Atom-Initiative Dreyeckland (AAID)